30. März 2011 - Annette Ulpins

Die schwarze Liste der Abo-Abzocker

Die schwarze Liste der Abo-Abzocker
Quelle: http://computer.t-online.de/gerichtsurteil-abofallen-sind-betrug/id_43996322/index

Die Internetseite iq-fun.de, eine Art Coolness-Test, richtet sich mit cleveren Fragen offenbar gezielt an Jugendliche: „Wie cool bist du wirklich? Wirkst du auf andere anziehend?, heißt es auf der ansprechend gestalteten Seite. Und weiter: „Wie reich kannst du werden?“. Wer sich hier anmeldet, wird zunächst einmal um satte 192 Euro ärmer.
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Das Portal firstload.de lockt damit, dass Mitglieder das Angebot zwei Wochen lang kostenlos nutzen können. Wer die Kündigung versäumt, ist im Monats-Abo gefangen. Zwar lässt sich das Abo jederzeit Widerrufen – doch die richtige Adresse dafür ist für den Kunden nicht sofort ersichtlich.


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opendownload.de wirkt auf den ersten Blick wie ein seriöses Download-Angebot. Wer sich für den Download eigentlich kostenloser Software anmeldet, zahlt satte 96 Euro pro Jahr. Der dubiose Vertrag läuft über zwei Jahre – Gesamtkosten: 192 Euro! Fatal: opendownload.de bewirbt über Google zahlreiche kostenlose Programme und hat sogar ähnliche Adressen zu bekannten seriösen Download-Portalen registriert.
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Ein paar Punkte erspielen und schon zieht sich die dralle Blondine im Video aus: typisch-blond-nackt.net spielt mit der Begierde vieler Männer. Alles, was Mann dafür tun muss, ist ein Videolink an Freunde zu schicken. Doof nur, dass die Anmeldung richtig viel Geld kostet: 30 Tage Softerotik gibt es für 69 Euro.
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live2gether.de ist ein Wohnungsportal der anderen Art: Die Seite richtet sich an WG-Interessierte, die ein Zimmer anzubieten haben oder eines suchen. Die Nutzung kostet 96 Euro für ein Jahr. Dann doch lieber zum kostenlosen immobilienscout24.de.
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Die Seite outlets.de preist Adressen zu Outlet-Stores und Fabrikläden an. Doch Schnäppchenjäger sollten aufpassen: Die Registrierung bei der Seite kostet 196 Euro für zwei Jahre – und der Preis wird nicht deutlich angezeigt.
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songtexte-24.de lockt mit den Texten unzähliger Chart-Hits und einem iPod-Gewinnspiel. Allerdings ist das 24-Monate-Abonnement für insgesamt 192 Euro alles andere als günstig. Kostenlose Songtexte gibt es dagegen im Internet zuhauf.
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tattooseite.de wirbt mit angeblich tausenden Tattoovorlagen. Positive Berichte von vermeintlichen Nutzern sollen letzte Zweifel ausräumen. Über die Kosten – 8 Euro monatlich bei 24 Monaten Vertragsbindung – erfährt der Kunde nur in den AGB.
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Hinter ichwillpornos.com versteckt sich ein Abo, dass es in sich hat. Wer sich auf der Suche nach erotischen Inhalten für das Gewinnspiel auf der Seite anmeldet, verpflichtet sich nach Ablauf der Widerrufsfrist zu einem 18-monatigen Abonnement. Kosten: 432 Euro.
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Mega-Downloads.net bewirbt über Google zahlreiche kostenlose Programme. In der Tat: Die angebotene Software wie OpenOffice und eMule ist frei erhältlich, doch zum Download muss sich der Nutzer anmelden. Wer dies tut, schließt ein Zwei-Jahres-Abo mit Gesamtkosten von 192 Euro ab. Besser gleich bei Softwareload.de die Programme runterladen – da gibt es kein Abonnement.
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Die Seite download-sofort.com stellt nach der Anmeldung 96 Euro in Rechnung. Tatsächlich beträgt die Vertragslaufzeit für das bezahlte Jahres-Abo aber 24 Monate, womit sich die Summe auf 192 Euro addiert.
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Auch softwaresammler.de ist ein kostenpflichtiges Download-Angebot. Der Preishinweis von monatlich 8 Euro ist auf der Startseite links vermerkt. Allerdings bewirbt softwaresammler.de seine Angebote über Google, und da können Nutzer die Kosten durchaus übersehen.
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Smilies-Sammlung.de bietet über 1700 Smilies zum Download an – für 96 Euro pro Jahr ist das allerdings kein Schnäppchen.
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Routenplaner-Service.de ist auch unter rutenplaner.de erreichbar und macht sich da einen häufigen Schreibfehler von Suchmaschinen-Nutzern zu eigen. Allerdings ist die Dienstleistung nicht kostenlos. Wer sich anmeldet, zahlt monatlich 8 Euro – und das über 24 Monate.
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Top-Apps.net verspricht Software fürs Handy. Allerdings ist auf der Anmelden-Seite kein Kostenhinweis platziert, doch Nutzer zahlen monatlich 8 Euro – und das über 24 Monate hinweg. Die per Spam-Mails beworbene Seite kostet den Nutzer daher mindestens 192 Euro.
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Morbide geht es auf der-todestest.com zu: Mit dem Beantworten von zehn Fragen will die Internetseite angeblich herausfinden, wie lange der Benutzer noch leben wird. Das Ergebnis wird per SMS übermittelt. Wer dazu aber seine Handynummer angibt, schließt ein Abo bei ZedGames ab. Kosten: 2,99 Euro für fünf Tage. Der Preis steht in der kleinen Schrift am Seitenende.
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Die Seite outlets-fabrikverkauf.de wirbt mit Fabrikläden die per Direktverkauf ihre Produkte günstiger verkaufen. Der Zugang zur Datenbank kostet 59,95 Euro.
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Auf streamarchiv.com sollen die Surfer alte Bilder, Lieder und Filme herunterladen können. Die Registrierung bei der Seite kostet 192 Euro für zwei Jahre.
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Die Seite a1.xxx-testen.de ködert Kunden mit einemGratis-Film. Wer zugreift, schließt ein Film-Abo für vierzehn Monate ab. Kostenpunkt: 25 Euro alle zwei Monate.
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Vor der Seite win-loads.net warnt sogar der Verbraucherschutz. Wer sich für den Download eigentlich kostenloser Software anmeldet, zahlt satte 96 Euro pro Jahr.
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Die Seite deutschland-gewinnt.de verspricht, den Nutzer an bis zu 200 Gewinnspielen im Monat anzumelden und so dessen Gewinnchancen zu erhöhen. Preis: 60 Euro für 12 Monate.
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Mit einem Schlag die eigene Internetseite bei allen bekannten Suchmaschinen eintragen lassen: Das Angebot von webseiten-melder.de wirkt verlockend. Allerdings hätte der Anbieter die Kosten von einmalig 89 Euro etwas prominenter platzieren können als im Kleingeschriebenen auf der Startseite.
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Der Betreiber model-tipp.de stellt ein Erotik-Model-Archiv in Aussicht. Wer sich registriert, rutscht in die Abofalle: 192 Euro für 2 Jahre.
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Cocktails-rezepte.de. Der Betreiber wirbt mit Cocktail-Rezepten. Wer sich registriert, rutscht in die Abofalle. Preis: 192 Euro für 2 Jahre – eine gedruckte Rezepte-Sammlung in Buchform käme deutlich günstiger.
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Der Betreiber von webseiten-anmelden-sofort.de verspricht, Ihre Homepage in mindestens 75 Suchmaschinen einzutragen. Dafür soll man sich registrieren. Weit abseits des Registrierungsformulars versteckt sich der Hinweis auf die Kosten: 89 Euro pro Domain – nebenbei wird keine Garantie übernommen, dass die Eintragungen auch klappen.

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