Merkels Islam-Verständnis – Islam-Experte kritisiert

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Heute in den Weiten des WWW einen wirklich guten Artikel gefunden. Weshalb wird sowas nicht öfter propagiert? Es wäre für Muslime und Christen soviel einfacher sich gegenseitig anzunähern.

domradio.de

Vom 23.3.18

Islam-Experte kritisiert Merkels Islam-Verständnis“Ihre Position ist genauso pauschalisierend”

Der Islam-Experte Ahmad Mansour hat das Islam-Verständnis von Kanzlerin Merkel kritisiert. Mit Blick auf Bundesinnenminister Seehofers Äußerung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, nennt Mansour Merkels Position “undifferenziert”.

“Ich finde es genauso unfair, dass Angela Merkel und Christian Wulff mit ihren Mantras, der Islam gehöre zu Deutschland, als die fortschrittlichen und moralisch-toleranten Stimmen dargestellt werden. Ihre Position ist genauso pauschalisierend”, sagte Mansour im Interview der “Welt”.

Dankbar für angestoßene Diskussion

Der Psychologe zeigte sich dankbar für die von Seehofer angestoßene Diskussion: “Wir brauchen eine ehrliche Debatte um Glaubensinhalte, Strukturen und die Zukunft des Zusammenlebens.” Mit einer Übernahme von AfD-Positionen werde es allerdings nicht gelingen, rechte Wähler zurückzugewinnen. “Wer AfD-Wähler zurückgewinnen will, muss die Ängste der Menschen ernst nehmen – und diese nicht populistisch für seine Zwecke nutzen”, sagte Mansour. Man müsse die Dinge differenziert betrachten und vor allem Lösungen anbieten.

Terroranschläge in Deutschland und Europa machten vielen Angst. Dazu kämen Muslime, die versuchten, Sonderrechte für ihren Glauben durchzusetzen. “Das sind etwa Lehrerinnen, die ihr Recht einklagen wollen, mit Kopftuch zu unterrichten. Eltern, die ihre Kinder vom Schwimmunterricht entbinden möchten. Moscheen, die zur Bühne für Hassprediger und ausländische Politik werden. Oder Muslime, die Gebetsräume in Schulen und Universitäten fordern.” Da entstehe ein Gefühl der Überfremdung, so der Wissenschaftler. Zugleich herrsche eine Unfähigkeit, die Ursachen von Radikalisierung zu benennen.

“Stattdessen hört man immer wieder nur: Das hat nichts mit dem Islam zu tun. Da muss man sich über Ablehnung nicht wundern.”

Deutliche Worte an Islamverbände und Moscheevereine

Der Rassismusvorwurf sei ein Totschlagargument, um Debatten zu vermeiden, kritisierte der Autor. “Die deutsche Gesellschaft ist ungeübt in Streitkultur und im Argumentieren geworden.” Natürlich gebe es auch rassistische Kritik. Das sei dann der Fall, wenn Menschen pauschal beurteilt würden und Hass geschürt werde. “Aber wir brauchen Differenzierung und keine Tabus aus Angst vor einem Rassismusvorwurf.”

Deutliche Worte richtete Mansour auch an Islamverbände und Moscheevereine. In vielen seien “demokratische Positionen in der Minderheit”. Da gebe es “Geschlechterapartheid, Sprech- und Denkverbote und Antisemitismus”. Menschen würden so dazu gebracht, eine schwarz-weiße Weltsicht anzunehmen. “In dieser sind Muslime immer Opfer und ‘der Westen’ und die Medien immer Täter oder feindlich gegenüber dem Islam.”

Der Experte verwies auf “schweigende” Muslime, die sich nicht nur über ihre Religion definierten. Diese beteten zum Beispiel nicht regelmäßig oder praktizierten ihren Glauben überhaupt nicht. Das seien Menschen, deren Glaube keine politische Dimension habe. “Diese Leute dürfen wir in der Islam-Debatte nicht vergessen. Leider ist aber grade der politische Islam oft erster Ansprechpartner der Politik.”

(KNA)

 

 

Ich empfehle allen Lesern und vor allem Interessierte sich mit dem  

Islam-Experten Ahmad Mansour

genauer zu beschäftigen. Im WWW finden sich etliche Artikel, die ich nur empfehlen kann. Würden sich unsere Führungspolitiker nur halbwegs mit diesen Aussagen vertraut machen, würde dies für absolute Klarheit sorgen. Mir kommt es allerdings so vor, dass dies gar nicht gewollt ist.

Weshalb werden Konflikte geschürt, die erst gar nicht entstehen würden. Angst vor islamischem Terror? Gewollter Bürgerkrieg? Ich bin alles andere als ein Verschwörungstheoretiker. Allerdings gilt es so manche Dinge mehr zu hinterfragen. Wir schaffen das.

 

Beitragsbild © Stephanie Pilick

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