Amazon Spam- und Betrugmails. Das ist zu beachten!

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In Zeiten von Corona, haben die Belästigungen in den virtuellen Postfächern zugenommen. Hängt wohl auch damit zusammen, dass durch umstrittene, politische Maßnahmen, die Menschen mehr Zeit im Internet verbringen. Gerade bei Amazon boomt das Geschäft.  Ist für mich nicht verwerflich und ich bestelle die Technik sowieso schon seit Jahren im WWW. Ich merke es nur daran, dass ich immer häufiger von Bekannten gefragt werde, wie man das macht und wie man ein Konto erstellt. 🙂 Da helfe ich doch gerne weiter. Wen wundert’s, dass sich Spammer, Abzocker und Betrüger, sich dies nicht auch zunutze machen.

Hier im Blog werden immer die neuesten Betrugmails veröffentlicht. Heute möchte ich auf dieses Thema etwas genauer eingehen.

Täglich landen viele Spam-Nachrichten von Amazon im Postfach. In der Regel kommen sie fast zu 95% nicht von Amazon. Meist sind es irgendwelche Umfragen, Gewinn-Mitteilungen, Aktien-Angebote, oder Warnmeldungen zum Kunden-Account.

Die Kundenzahlen bei Amazon steigen kontinuierlich an und sind somit für Betrüger eine interessante Zielgruppe. Die Palette für Betrüger und Abzocker ist groß. Mit den Zugangsdaten können Bestellungen auf fremde Namen erfolgen, ohne dass Sie es gleich merken. Haben die Cyber-Kriminelle Ihre persönlichen Zugangsdaten, werden Sie alles an Ihrem Account ändern. Zuallererst werden sie das Passwort ändern und dann alle anderen relevanten Daten. Außer Ihren Konto- und Zahldaten. Geschädigte merken es oft erst später, wenn sie nicht mehr in ihren Kunden-Login kommen. Oder etwas abgebucht wird was nicht bestellt wurde. Man denkt erst einmal gar nicht, dass Betrüger das Konto übernommen haben.

Dann gibt es noch die Umfrage-Mails, bei denen Sie von Amazon dafür eine angebliche Überraschung bekommen. Meist handelt es sich dabei um hochwertige Elektro-Produkte. Das können die neuesten Handys sein, Pads, oder Playstations, Geschenkgutscheine etc. Dabei sollen nur geringe Gebühren für das Versenden anfallen. Es sind in der Regel immer unter 5 Euro. Dass es sich dabei um eine Verlosung handelt, ist nicht direkt ersichtlich. Mit Bezahlung dieser Gebühr, schließen Sie immer noch ein ABO ab, für was auch immer. Meist sind es Glücksspiel Abos. Einzig und alleine ist es in den AGB’s nachzulesen und das meist recht gut in einem riesigen Text-Wulst versteckt. Die Widerspruchsfristen sind kurz und es wird sowieso kaum jemand die AGB’s so genau durchlesen. Noch ist man ja der Meinung, bei einer Amazon-Umfrage teilgenommen zu haben. Nach der ersten Abbuchung, ist es wohl vielen Nutzern bewusst, dass etwas nicht stimmt. Ist das Geld erst einmal abgebucht, bekommen Sie es nicht mehr zurück. Sie können jetzt das ABO kündigen, oder es darauf ankommen lassen. Ich persönlich würde nie etwas kündigen, was ich nicht wissentlich abgeschlossen habe. Das soll jetzt aber kein Maßstab für Sie sein. Wenn Sie sich sicherer und besser fühlen, dann kündigen Sie umgehend das angebliche ABO.

Auf jeden Fall IMMER VOR der Teilnahme die AGB’s der jeweiligen Webseite durchlesen. Besonders dreist ist es, wenn die ABO Gebühr erst nach 1 Jahr belastet wird. So werden Ihnen gleich 2x die fälligen Gebühren abgebucht. Auch diese Zahlung bekommen Sie in der Regel nicht mehr zurück. Der  Veranstalter ist relativ gut durch die AGB’s abgesichert.  Auch hier das ABO sofort kündigen, wenn Sie sich besser fühlen, oder dazu geraten wird.

Es kann auch passieren, dass diese Webseiten unbemerkt Schadsoftware verteilen. Meist sind es sogenannte Trojaner, die alle Ihre Daten auf dem PC ausspähen können. Nicht alle Schutzprogramme erkennen dies sofort.

Das wirklich Schlimme ist, wenn Sie Betrügern Ihre Kreditkarten-Informationen weitergegeben haben. Bis es bemerkt wird, waren die Betrüger schon auf ordentlicher Shopping-Tour.

Auch wenn Ihnen Amazon-Aktien angeboten werden, ist es eine 100%ige betrügerische Abzocke. Sie werden auf diese Bitcoin-Seiten mit binären Optionen oder ähnlichem Text gelockt. Dort sollen Sie in der Regel 250 Euro einsetzen und damit ein Vermögen machen können. Alles erstunken und erlogen. Auch damit hat Amazon nicht das Geringste zu tun. Auch darüber gibt es bei Interesse viele Informationen hier im Blog.

Gefälschte Mails sind relativ gut am Absender zu erkennen.

Aus Amazon-Hilfe

Amazon-E-Mails stammen immer von einer Adresse, die auf @amazon.de endet (z. B. shipment-tracking@amazon.de, auto-confirm@amazon.de, no-reply@amazon.de).

Wenn Sie von einer anderen internationalen Amazon-Website kaufen, gibt die E-Mail-Domäne das Land an, in dem Sie den Kauf tätigen (z. B. kommen alle Mitteilungen von Amazon.co.uk von der Domäne @amazon.co.uk).

Links zu legitimen Amazon-Websites beginnen mit https://www.amazon.de oder der jeweiligen Entsprechung, wenn Sie eine internationale Amazon-Website besuchen (z. B. https://www.amazon.fr, wenn Sie die französische Website aufrufen). Legitime Amazon-Websites haben einen Punkt vor „amazon.de“, beispielsweise https://www.xyz.amazon.de oder xyz.amazon.de. Die Website Amazon Pay lautet beispielsweise pay.amazon.de. Der Wortlaut vor dem Punkt ist niemals eine IP-Adresse (Zahlenfolge), z. B. 123.456.789.123/amazon.co.uk/.

Hier finden Sie immer die aktuellsten Warnungen über Spams, Betrugmails und Abzocke.

Sollten Sie auf einen Betrug hereingefallen sein, müssen Sie umgehend tätig werden. Kreditkarte oder Bankkonto sperren. Sich mit dem Amazon-Kundendienst in Verbindung setzen, damit Sie wieder an Ihren Account kommen. Alle Passwörter, die auf Ihrem PC gespeichert sind, umgehend ändern. Und auf jeden Fall Anzeige erstatten. Ihr Geld bekommen Sie nicht wieder. Allerdings sind Sie auf der sicheren Seite, falls Ihre Daten für weiteren Betrug verwendet werden.

Schauen sie ab und zu mal rein. Ich freue mich auf Sie.

Ihre
Annette Ulpins

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