facebook – nein danke!

Facebook und Webmaster.

In diesem Artikel geht es nicht um WWW-Betrug, Abzocke oder sonstigen Scam. Meine persönliche Meinung und Erfahrung richtet sich eher an neue oder neugebliebene Webmaster.

Ich habe natürlich auch einen facebook-Account, obwohl es für mich persönlich ein Mekka für Fakes, Adressen-Sammler, Abzocker, Betrüger und Abmahner ist. 🙂 Seit es WKW nicht mehr gibt, ist facebook eine der wenigen Möglichkeiten mit “alten” Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Die meisten sind nun mal nicht so WWW erfahren, dass es genug andere Möglichkeiten über das Internet gibt und deshalb facebook. 🙂 Man kann sich austauschen, Freunde zu Spielen herausfordern und jedem minutiös seinen Tagesablauf posten, egal ob es interessiert oder auch nicht. Genauso wie die Stimmungslage gerade ist, was sicher auch die meisten Bekannten bestimmt sehr interessiert. Ich persönlich habe dort meinen Freundes- und Bekanntenkreis bewusst sehr klein gehalten, bin aber dennoch am Überlegen, ob ich mich dort wieder lösche. Anstupser, banale Mitteilungen, nervige Mails und dauerndes “hat Dich im Freundeskreis aufgenommen” “kennen Sie….?” oder so ähnlich, gehen mir auf den sprichwörtlichen Allerwertesten. Ganz zu schweigen diese ätzende Spammerei, oder die ständige Bettelei um Likes. Und genau darum geht es in diesem Artikel…facebook und Webmaster.

Facebook wurde und wird auch teilweise noch über alle Maßen gepriesen. Es sei das Wichtigste überhaupt, dort seine Webseite bekannt zu machen. Und, man glaubt es kaum, werden immer noch facebook-likes an Seitenbetreiber verkauft. Einfach mal in die Suchmaschine “facebook likes kaufen” eingeben und nicht schlecht staunen. Dieses Angebot ist genauso übel, wie Links kaufen oder sich auf Besuchertausch-Seiten anzumelden. Außer dass es den eigenen Counter in die Höhe treibt, gibt es inzwischen keinerlei Vorteile mehr, eher im Gegenteil. Google, als größte und etablierteste Suchmaschine, was sie hoffentlich immer bleiben wird, sieht dies nämlich so ganz anders.

Nichts spricht dagegen einen “facebook-like” Button auf der Seite zu haben und das haben auch riesige und bekannte Seiten. So eine kleine zusätzliche Werbung schadet nie. Allerdings würden diese Webseiten-Profis nie facebook zumüllen und nach likes betteln. Schlimmer noch…Ich entdecke immer mehr neue Webseiten, welche man nur einsehen kann, wenn man sich über facebook anmeldet. Einen gnadenloseren Tod für Pages gibt es nicht.

Eine neue Webseite betreiben und bekannt machen, bedeutet jahrelange harte Arbeit und wird auch immer Arbeit machen. Nicht jeder wird damit Erfolg haben, denn es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle und bei reinen Info-Seiten kann es ein Thema sein, dass es einfach schon zu oft gibt. Aber stellt sich nach Jahren sowas wie Erfolg ein und arbeitet man fleissig weiter, wird der Erfolg stabiler.

Jede neue Webseite ist in der Google-Suchmaschine nach kurzer Zeit auf den ersten Seiten zu finden, auch wenn es sich um Schrott-Seiten handelt. Newbies freuen sich darüber und denken: “Na das war ja einfach!” Nach 4-6 Wochen nimmt diese Euphorie allerdings ein jähes Ende und diese Pages sind plötzlich auf Seite 10-100 wieder zu finden. Diese ominöse “Google-Sandbox” gibt es wirklich. Keine Sorge…das ist völlig normal. Jetzt nämlich fängt die Zeit des Bewährens an. Ist es eine gute Firmen- oder Shop-Seite, für die ich ein nutzerfreundliches Designe und gute Angebote habe, ist es etwas einfacher. Klar, auch diese soll ständig überarbeitet werden, denn das erkennen die Suchmaschinen und sind öfter zu Besuch, was sich positiv auf das weitere Ranking auswirkt. Auch Einträge in sehr guten und wenigen Webkatalogen können hilfreich sein, aber das wars auch schon. Für Blogs ist es um einiges schwerer und ein Blog-Betreiber muss einfach nur Spass haben an dem was er/sie schreibt. Wer das nur erfolgsorientiert macht, wird bald nicht mehr im Netz zu finden sein, denn so läuft das nicht. Es sei denn, man hat sich für ein Nischen-Thema entschieden und kennt sich darin hervorragend aus. Da kann es ein wenig schneller gehen, was den Erfolg betrifft. Wille, Arbeit und Fleiss sind allerdings immer unerlässlich.

Ein WWW-Newbie wird sich natürlich auch Gedanken darüber machen, dass er in den Suchmaschinen bald ganz oben ist und Versprechungen von SEO’s gibt es ja genug. Lange Rede…weshalb schaden facebook und Besuchertausch denn nun?

Google ist ein Wirtschaftsunternehmen und inzwischen unglaublich ausgefeilt. Die Spider können inzwischen nahezu alles auslesen und sofort tätig werden. Wenn eine Webseite viele Besucher hat, ist das auch für Google gut und bedeutet Interessenten. Die Besucher allerdings müssen “Organic Search” sein. Das bedeutet im Klartext, dass diese Besucher direkt in der Google-Suchmaschine gesucht haben müssen. Pages die so eine hohe Suche über Google haben, sind als Werbeträger interessant und je mehr dieser Organics, desto besser wird die Listung sein.

Habe ich allerdings nur verschwindend geringe dieser speziell Suchenden, aber dafür jede Menge aus facebook oder einem Besuchertausch, wars das. Manche staunen nicht schlecht, wenn sie plötzlich kaum noch in den Suchmaschinen zu finden sind, oder sogar komplett aus der Listung fallen.

Massige Besucher aus facebook oder Besuchertausch-Seiten sind am Produkt so gut wie nicht interessiert. Es sind mehr oder weniger bezahlte- oder Gefälligkeits-Klicks und der Besuch dauert in der Regel höchstens nur ein paar Sekunden. Ist dann der Unterschied zu den “echten” Besuchern auch noch recht groß…und tschüss! So etwas wird als Besucher-Spam gewertet und hat absolut keinen Nutzer-Wert. Hinzu kommt noch, dass die Webseiten teilweise auch noch unter aller Sa…äh Wutz sind. Und mal ehrlich…Wenn ich etwas über Google suche, möchte ich nicht gleich Schrott finden. 😉 Die machen das schon ganz richtig…ist zumindest meine Meinung. 🙂

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Author: Annette Ulpins