Western Union – Achtung!

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Bargeldanweisungen sind im Grunde eine feine Sache. Ist im Urlaub überraschend das Geld ausgegangen, gibt es die rettende Western Union. Der Vorgang geht rasch und unkompliziert. Der Einzahler gibt online, per Telefon, auf einer Bank einen Geldtransfer in Auftrag. Ein Konto wird dazu nicht gebraucht, sondern nur der Name und eine Transaktionsnummer. Der Einzahler teilt dem Empfänger diese Nummer mit und dieser kann dann in einer Filiale des Überweisungsunternehmens mit Ausweis und Transaktionsnummer das Geld auszahlen lassen. Diese easy Zahlungsmethode lockt natürlich etliche Betrüger an. Ich erkläre heute die häufigsten und leider noch wirkungsvollsten Betrugsmaschen.

Die Scheck-Masche
Ein ausländischer Kaufinteressent meldet sich auf eine Fahrzeug-Annonce. Den Preis für das Auto zahlt der Käufer mit einem Scheck. Selstsamerweise ist die Summe auf dem Scheck viel zu hoch. Macht aber nichts, denn der Käufer hat die rettende Idee. Er schlägt dem Verkäufer vor, den Überschussbetrag via Western Union als Bargeldanweisung zurückzuschicken. Tja, der Scheck ist nicht gedeckt und das zurücktransferierte Geld ist auch weg. Im schlimmsten Fall ist das Fahrzeug bereits übergeben und somit auch weg. Der kriminelle Käufer ist nicht zu ermitteln, denn er hat einen falschen Namen und gefälschte Ausweispapiere benutzt.

Es gibt noch eine andere Variante des Scheckbetruges mit Fahrzeugverkäufen. Jemand findet einen Scheck im Briefkasten über mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro. Nur seltsam, dass der Briefkasteninhaber nie etwas zum Verkauf angeboten hat. Schnell wird das Missverständnis aufgeklärt und der Scheck wurde durch einen Fehler der Buchhaltung an die falsche Person verschickt. Aber kein Problem und es ist ja eine ganz einfache Rücküberweisung per Western Union möglich. 😉

Eine häufige Form dieses Betruges findet man bei Autogeschäften im Internet. Der angebliche Verkäufer hat ein Auto geerbt, aber in England könne er das Fahrzeug mit Linkslenker nicht brauchen. Es ist ein echtes Schnäppchen und das Geld wird natürlich gerne und sofort via Western Union transferiert…das Auto allerdings nicht.

Auch das Folgende ist bei Internetkriminellen sehr beliebt. Verkäufer und Käufer sind sich über den Preis einig und der Käufer aus dem Ausland zahlt mit einem Scheck. Plötzlich meldet sich der Käufer, dass er in eine finanzielle Notlage gekommen ist und das Geschäft dringend gestoppt werden soll. Diese Kriminellen verstehen es gut auf die imaginäre Tränendrüse zu drücken. Aber es ist ja kein großer Umstand den Betrag auf dem Scheck per Western Union zurückzuschicken, denn er braucht das Geld sehr dringend. Der Scheck war falsch und das Geld ist futsch.

Wird bei Autoverkäufen um eine Anzahlung per Bargeldanweisung gebeten, lassen Sie es sein!

Der Lotteriegewinn, die Erbschaft, der Kredit, der Geschäftsvorschlag…immer der gleiche Ablauf. Man findet im Postfach eine Mail, dass man gewonnen, geerbt, gespendet egal was auch immer hat…und 1 Million bekommt. Allerdings fallen im Vorfeld einige Gebühren an, die per Western Union zu transferieren sind. Falscher Name, falsche Papiere und schon ist der Betrug perfekt. Wer jetzt aber in gutem Glauben den Kriminellen persönliche Bankdaten gegeben hat, darf sich über Abbuchungen für Online-Einkäufe freuen, die er gar nicht getätigt hat und wird so auch noch zum Phishing-Opfer.

Dann gibt es da noch den eBay-Trick
Ein Auto für 15.000 Euro, die Fotoausrüstung für 3.000 Euro oder die tolle Uhr für 2.000 Euro. Leider akzeptiert der Verkäufer nur Bargeldanweisungen via Western Union und das Teil müssen wir auf jeden Fall haben. Außer dem Foto der Ware, hat der Verkäufer natürlich nichts. Der Verkäufer ist plötzlich nicht mehr in eBay zu finden und die Personalien waren falsch. Liest sich zwar abenteuerlich, aber es gibt immer wieder neue Geschädigte.

Trotz allem hat sich das Gerücht, dass die Western Union ausschließlich für weltweite Betrugsdelikte gegründet wurde, bisher nicht bestätigt.




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