Was tun bei Cyber-Mobbing?

Photo by Mimi Thian on Unsplash

 

Im Internet ist die Hemmschwelle zu Straftaten geringer als im „echten Leben“. Das führt dazu, dass Cyber-Mobbing allgegenwärtig ist. Jede Social Media Plattform wappnet sich zwar mit diversen Filtern, damit Beleidigungen und Bloßstellungen nicht mehr veröffentlicht werden, aber nur mit mäßigem Erfolg.

 

Dagegen werden die Taten der Mobber immer drastischer. Es werden Lügen im Internet verbreitet, peinliche Bilder geteilt oder sogar versucht, die Passwörter zum Mail-Account oder Facebook-Account zu knacken. In dessen Namen werden anschließend Verleumdungen oder betrügerische E-Mails verschickt.

 

Was verstehen wir unter Cyber-Mobbing?

Unter Cyber-Mobbing werden Drohungen, Belästigungen, Beleidigungen und Bloßstellungen im Internet verstanden. In der Regel sind diese Attacken langfristig angelegt. Es gibt Fälle aus der Vergangenheit, die gezeigt haben, dass die Angreifer keinesfalls „einfach so“ wieder aufhören. In vielen Fällen müssen Privatdetektive oder sogar die Polizei eingreifen, die die Angreifer ausfindig machen und zur Verantwortung ziehen.

Cyber-Mobbing ist keineswegs harmlos. Eine Umfrage hat gezeigt, dass 26 Prozent aller Internet-User bereits hiervon betroffen waren, 5 Prozent momentan Opfer von Cyber-Mobbing sind und 52 Prozent jemanden kennen, der aktuell von diesen Attacken betroffen ist.

Cyber-Mobbing erfolgt auf verschiedene Art und Weise. Beschimpfungen, Veröffentlichung von Adressdaten, Bloßstellungen durch Veröffentlichung privater Fotos, falsche Profile sowie durch erstellte Videos, die anschließend im Internet geteilt werden.

 

Cyber-Mobbing ist deutlich gefährlicher

Das Mobbing im „echten Leben“ ist schon schlimm genug, jedoch ist das Mobbing im Internet deutlich schwerwiegender, denn die Inhalte werden schneller verbreitet und von einem breiten Publikum betrachtet — die Reichweite eines Social-Media-Profils ist nicht zu unterschätzen. Das Opfer der Attacken ist auch nicht mehr vor den Angriffen sicher, denn das Mobbing ist auch in den eigenen vier Wänden präsent.

Zudem ist nicht klar, wer hinter der Mobbing-Attacke steckt. Hierdurch können die Opfer eine Paranoia entwickeln, welche unterbewusst in die eigene Persönlichkeit eindringt. Die Personen, die andere über das Internet mobben, handeln leichtsinnig und sind sich oftmals gar nicht bewusst, welche Folgen ihr Handeln hat.

 

Was kann ich gegen Cyber-Mobbing tun?

Wichtig ist, dass keinerlei Reaktion gezeigt wird. Wer auf die Nachrichten antwortet, sorgt für weiteren Gesprächsstoff. Zeigen Sie am besten überhaupt kein Interesse. Nachrichten müssen ebenfalls nicht geöffnet werden. Jedoch sollten sie nicht gelöscht werden, denn das sind potenzielle Beweise.

Die Betreiber von Social Media Plattformen kümmern sich heutzutage besser denn je bei Fällen von Cyber-Mobbing. Melden Sie unbedingt diese Profile und die Nachrichten. Hass-Gruppen und Mobbing-Seiten können zusätzlich gemeldet werden.

Diese Attacken sollten niemals verschwiegen werden. Am besten ist es, wenn Sie mit einer Vertrauensperson darüber sprechen, denn das kann eine große Erleichterung sein. Hierfür eignen sich Lehrer, Jugendbetreuer, Eltern, Freunde und Beratungsstellen. Auch ein Privatdetektiv (https://www.detektiv-privatdetektei.de) kann Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
 

Ab wann ist Cyber-Mobbing eine Straftat?

Anders als es von vielen irrtümlicherweise angenommen wird, ist Cyber-Mobbing kein leichtes vergehen. Der Gesetzgeber hat hierfür sogar ein eigenes Gesetz geschaffen: § 107c „Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems“ — umgangssprachlich wird das Gesetz auch „Cyber-Mobbing Paragraph“ genannt.

Die Täter können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe in 720 Tagessätzen bestraft werden. Sollte das Mobbing in Selbstmord oder in einen Selbstmordversuch münden, dann muss der Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen.

 

Wie kann ich mich vor Cyber-Mobbing schützen?

Achten Sie darauf, dass potenzielle Angreifer so wenig Angriffsfläche wie möglich haben. Persönliche Daten sollten nicht öffentlich gepostet werden und auch die eigene Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sollte nicht im Profil hinterlegt werden. Dasselbe gilt auch bei Bildern. Sie sollten stets sensibel mit Videos und Fotos umgehen.

Wer eine eigene Webseite besitzt, ist unter Umständen Impressumspflichtig. Damit hieraus keine Nachteile entstehen, können Sie einen anonymen Service buchen, worüber die eigene Adresse verschleiert wird.

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Author: Annette Ulpins